Alicia Berenson — eine bekannte Künstlerin, deren Leben perfekt zu sein scheint: eine erfolgreiche Karriere, ein liebevoller Ehemann, ein schönes Haus. Doch eines Tages bricht alles zusammen — Alicia schießt ihrem Mann fünf Mal ins Gesicht. Danach spricht sie kein Wort mehr.
Ihr Schweigen verwandelt das Verbrechen in ein Rätsel. Warum hat sie das getan? Was geschah an jenem Abend? Alicia wird für unzurechnungsfähig erklärt und in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen, wo sie isoliert von der Außenwelt bleibt. Die einzige Spur ist ihr letztes Gemälde — ein Selbstporträt mit dem Titel «Alkestis», das auf den altgriechischen Mythos von Opfer und Schweigen verweist.
Nach Jahren übernimmt der Psychotherapeut Theo Faber ihren Fall. Er ist besessen von der Idee, Alicia zum Sprechen zu bringen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Indem er in ihre Vergangenheit eintaucht, entwirrt er nach und nach das Knäuel verborgener Traumata, Beziehungen und psychologischer Widersprüche. Doch je tiefer er eindringt, desto mehr erkennt er, dass diese Geschichte komplizierter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.
Der Roman ist als psychologischer Thriller mit Elementen eines Krimis aufgebaut, in dem die Spannung in dem Versuch liegt, die Motive des Verbrechens und das Geheimnis des Schweigens der Protagonistin zu entschlüsseln. Allmählich führt die Erzählung zu einer unerwarteten Wendung, die alles, was offensichtlich schien, in Frage stellt.
Das Buch untersucht Themen:
- psychische Traumata
- Wahrnehmung der Realität
- Grenzen zwischen Wahrheit und Selbstbetrug
- destruktive Kraft versteckter Emotionen
«Der stumme Patient» — dies ist die Geschichte darüber, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen kann und wie weit ein Mensch gehen kann, um die Wahrheit zu verbergen — vor anderen und vor sich selbst.