«Wort und Tat» — ein umfangreicher historisch-abenteuerlicher Roman von Valentin Pikul, der einem der widersprüchlichsten und dramatischsten Perioden der russischen Geschichte gewidmet ist — der Regierungszeit von Fürstin Anna Iwanowna (1730–1740). Der Autor rekonstruiert ein weites Panorama des nachpetrinischen Russlands: Palaststreiche, Hofintrigen, die Aktivitäten der Geheimkanzlei, den Widerstand des russischen Adels gegen den allmächtigen Favoriten Biron. Im Mittelpunkt der Erzählung steht der komplexe Machtmechanismus, der Kampf der politischen Kräfte, die Sitten der oberen Gesellschaft und das Alltagsleben der einfachen Menschen.
Pikul verbindet dokumentarische Genauigkeit mit einer fesselnden Handlung: Der Leser taucht ein in die Atmosphäre der Epoche, in der Staatsverschwörungen, diplomatische Manöver, Liebesgeschichten und brutale Strafen miteinander verwoben sind.
Der Roman zeichnet sich durch Vielschichtigkeit aus: Dutzende historischer und fiktiver Charaktere, verzweigte Handlungsstränge, detaillierte Beschreibungen des Alltags, der Politik und des Militärwesens. Das Werk wirft entscheidende Fragen auf: der Preis der Macht, die Rolle des Individuums in der Geschichte, der Konflikt zwischen nationalem und ausländischem Einfluss.
«Wort und Tat» ist nicht nur eine Chronik der Ereignisse — es ist eine tiefgehende Untersuchung der Machtmechanismen und der menschlichen Natur in Zeiten politischer Instabilität.