Traurigkeit und Freude, Ausweglosigkeit und Hoffnung wechseln sich in den Romanen, Erzählungen und Geschichten von Masha Traub ab, die 2007 mit dem berührend-aufrichtigen Roman «Pack deine Sachen, wir fahren weg» glänzend debütierte. Danach folgten viele weitere Bücher, die homerisch komisch und herzergreifend traurig sind. Basierend auf einigen von ihnen — «Das Tagebuch einer Erstklässlerin» und «Das Häuschen im Süden» — wurden Filme produziert.
In ihrem neuen Buch «Basar-Bahnhof» sammelt Masha Traub sorgfältig die Bruchstücke von Erinnerungen durch die Aromen und Geschmäcker des europäischen Marktes und des staubigen «Basar-Bahnhofs» eines ossetischen Dorfes. Es ist eine nostalgische, warme Prosa darüber, wie Essen, Gerüche und zufällige Begegnungen zu Rezepten für menschliches Glück werden.
«Dieses Buch schrieb sich so leicht, als kochte ich gewohnt Suppe zum Mittagessen. Der "Basar", wie er in meiner ländlichen Kindheit hieß, oder "Markt", wie sie ihn in den Städten nannten, ist mein Lieblingsort und mein Lieblingsthema. Gerüche, Geschmäcker, Gespräche, zufällige Bekanntschaften — ganze Schicksale und Langfilmdrehbücher ziehen vor den Augen vorbei, während du Fleisch oder Tomaten auswählst. Dieser Ort hat besondere Riten, Verhaltensregeln, seine eigene besondere Sprache. Ein zufälliger Kauf kann sich in eine jahrelange Freundschaft verwandeln oder einfach die Stimmung für den ganzen Tag heben. Und der Bahnhof, der noch aus meiner Kindheit stammt, der am Markt angrenzte, — das sind die wärmsten Erinnerungen, von denen ich mich nicht trennen kann und nicht will. So ein "Basar-Bahnhof".