«Bei meiner Geburt erhielt ich den Namen Yuko Mito. Später wurde ich Yuko Tanaka, dann Yuko Izumigahara, und jetzt bin ich Yuko Morimiya. Ich weiß nicht, wem und warum es in den Sinn kam, mich so zu nennen, — diese Menschen sind lange nicht mehr an meiner Seite. Aber eines weiß ich mit Sicherheit: der Name Yuko passt zu allen Nachnamen…»
«Der Staffelwechsel» von Maiko Seo — ein berührender und fesselnder Coming-of-Age-Roman, dessen Mittelpunkt die Geschichte eines Mädchens mit einem ungewöhnlichen Schicksal ist.
Die japanische Schülerin Yuko hatte zwei Mütter und drei Väter.
Die Zusammensetzung ihrer Familie änderte sich im Laufe von siebzehn Jahren siebenmal, und jedes Mal wurde es für sie zu einer Prüfung. Immer wieder musste sie, als kleines Mädchen und später als Teenager, sich an neue Verhältnisse, neue Häuser und neue «Eltern» gewöhnen. Aber noch schwieriger war es, sich von denen zu verabschieden, an die sie sich gewöhnt hatte, wenn die Erwachsenen sie weitergaben wie einen Staffelstab.
Die Zeit verging, trotz der erlebten Schwierigkeiten fand Yuko Freunde, beendete die Universität und traf die Liebe. Als der letzte der Vormünder ihre Ehe nicht billigte, fasste sie den mutigen Entschluss, alle ihre ehemaligen «Eltern» zu finden und von jedem seinen Segen zu erbitten. Und gleichzeitig zum ersten Mal offen mit denen zu sprechen, die nicht bei ihr bleiben konnten, und herauszufinden, was man ihr all die Jahre verborgen hielt.