In jedem der Aufsätze des Buches greift der Kurator und Forscher Yegor Sennikov Schicksale einzelner Menschen aus dem Strom der Geschichte heraus: vom einst allmächtigen Leo Trotzki bis zum im Spanischen Bürgerkrieg gefallenen Piloten der Weißen Armee Wsewolod Martschenko, von der Schöpferin der "Arbeiterin und Kolchosbauerin" Wera Muchina bis zur nach 65 Jahren in die Sowjetunion zurückgekehrten Dichterin Irina Odoyzew.
Er greift sie heraus, um sie mit einem sofortigen Blitzlicht festzuhalten, um auf ein paar Seiten zu erzählen, wie der XX. Jahrhundert mit ihnen umgegangen ist, und weiterzugehen. Politiker, Poeten und Künstler, Preisträger und Emigranten, Flüchtlinge und Rückkehrer – sie alle bewegten sich auf verworrenen Straßen, die sie manchmal wählten, manchmal akzeptierten, sich mit dem Unvermeidlichen abfindend.
Ein abgerissenes, rasantes Buch, in dem aus getrennten Fragmenten das Porträt einer harten Zeit entsteht, die in gewisser Weise auch dem heutigen Tag ähnelt.