Vor Ihnen steht ein Omnibus aus zwei Romanen von Roger Zelazny – Werke, in denen er die Grenzen des menschlichen Bewusstseins, der Persönlichkeit und der Macht über den Verstand erforscht.
„Der Herr der Visionen“
Ein Roman aus der Liste „Science Fiction: 100 beste Bücher“ laut David Pringle.
In einer Welt, in der Psychotherapeuten zu Gestaltern geworden sind, die in Träume eindringen und das Gewebe des Bewusstseins selbst verändern können, ist Charles Render ein Gott. Er ist der Beste auf seinem Gebiet, ein kalter und distanzierter Künstler, der die Seelen anderer formt. Doch eines Tages betritt Eileen Shallot, blind von Geburt an, aber mit unerschütterlichem Willen und verzweifelter Sehnsucht zu sehen, sein Büro. Sie ist eine gewöhnliche Psychiaterin, die davon träumt, Gestalterin zu werden, und Render, von der Komplexität der Aufgabe verführt, stimmt zu, ihr Führer in die Welt der sichtbaren Bilder zu werden.
„Heute wählen wir Gesichter“
Im Wirbel eines futuristischen Megastadtes, wo die Menschheit in einem riesigen Haus eingeschlossen ist, entfaltet sich die Tragödie einer Familie unsterblicher Klone. Als sie nacheinander von einem geheimnisvollen und gnadenlosen Mörder verfolgt werden, sieht sich der Protagonist, eine Abfolge wechselnder Persönlichkeiten in einem Bewusstsein, gezwungen, die dunkelsten und grausamsten Facetten seiner Seele aus dem Nichts auferstehen zu lassen, um zu überleben. Es ist ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit und den Tod, bei dem jeder gefallene Bruder eine neue Wunde in seinem eigenen Verstand ist. Er wird sich nicht nur einem Feind, sondern einem Geist seiner eigenen Vergangenheit stellen müssen, dessen Hass droht, nicht nur seine Familie, sondern auch die fragile Welt zu zerstören, die sie geschworen haben zu beschützen.