Was kann schlimmer sein als Einsamkeit? Wenn man mit niemandem reden kann, außer mit dem Hund? Wenn der einzige Sohn sich von dir abgewendet hat und es scheint, dass du in der ganzen Welt niemanden brauchst und alles Gute hinter dir liegt?
Jewgenija hat oft gehört, dass es so ist, aber sie hat nie gedacht, dass es ihr passieren könnte. Doch es ist passiert. Und nun musste sie darüber nachdenken, wie es weitergeht, wie man mit der Traurigkeit umgeht, die so oft und so ungelegen über sie kam.
„Wir sind verantwortlich für die, die wir gezähmt haben.“ Dieses Zitat von Saint-Exupéry wiederholen wir so oft, dass es abgedroschen, sogar banal geworden ist. Aber es gibt kein anderes Rezept gegen Einsamkeit, als einen Menschen zu finden, dem es noch schlechter geht als dir, und – zu helfen, ihn zu wärmen, „zu zähmen“. Kleine Freuden bereiten: ein Teller heiße Suppe bei kaltem Wetter, ein einfaches Olivier-Salat an Silvester, frisch gewischte Böden und ein geschmückter Weihnachtsbaum.
Für Jewgenija wurde dies zum Rezept gegen die Traurigkeit, zum Medikament gegen die Einsamkeit.