Die Erzählung «Lange Winter», wie alle Bücher der autobiografischen Reihe der amerikanischen Schriftstellerin Laura Ingalls Wilder, – ist eine Lebenslektion: sich nicht aufzugeben, nicht die Hände zu sinken, zu glauben und zu hoffen!
Die Hauptfigur Laura ist vierzehn Jahre alt. Ihre große Familie wird erneut auf die Probe gestellt. Kälte und Hunger – das sind ihre größten Feinde. Und es fehlt zudem eine erhebliche Summe Geld, damit Mary, Lauras ältere Schwester, an einem College für Blinde studieren kann. Laura nimmt einen Job an, um ihrer Schwester zu helfen. Sie muss in einem ungeliebten Beruf – dem Nähen – arbeiten, aber sie, wie alle Ingalls, beklagt sich nicht, sondern tut einfach das, was sie für ihre Pflicht hält.
Ein eindrucksvoller Teil des Buches ist dem jungen und verzweifelten Almanzo Wilder (Laus zukünftigen Ehemann) gewidmet, der, sein Leben riskierend, bei Kälte und Sturm, durch tiefen Nebel mit einem Freund aufbricht, um Proviant zu besorgen, einige Säcke Weizen erntet und damit Lauras Familie und ihre Nachbarn vor einem baldigen Untergang rettet.
Liebe und Fürsorge füreinander helfen der Familie, alle Schwierigkeiten zu überwinden. Und natürlich ist Papa Charles, ein Mensch außergewöhnlicher Standhaftigkeit und Stärke, bereit, die ganze Welt für das Glück seiner geliebten Frau und Töchter umzukrempeln.
Dank einer authentischen Schilderung des Alltags – der Duft von Kaffee am Morgen, Kürbiskuchen, Milch, die im Eimer gefroren ist, Weihnachtsgeschenke, die die Ingalls erst im Mai erreichten – berührt der Alltag der Familie die Leser und weckt den Wunsch, das moderne Heranwachsen der eigenen Jugend mit Lauras Erwachsenwerden zu vergleichen.
Empfohlen für das Familienlesen, sowie für Jugendliche mittleren Schulalters, insbesondere für Mädchen.