Vergangenheit und Gegenwart verweben sich in dieser berührenden, sensiblen, rebellischen Geschichte und schaffen ein farbenfrohes, unglaublich ehrliches Porträt eines Mädchens, das das Recht verteidigt, Französisch mit Russisch zu mischen, ihren eigenen Namen zu tragen und nicht auf die Frage zu antworten, welches Land sie mehr liebt. Polina ist noch ein ganz kleines Mädchen, als ihre Familie in den 1990er Jahren nach Frankreich emigriert.
Sie muss sich an die neuen Lebensbedingungen gewöhnen, eine neue Sprache lernen und sich mit den lokalen Traditionen vertrautmachen.
Jeden Sommer kehrt die Familie nach Russland zurück, wo ihre geliebten Großeltern, die Schrebergärten und die ewige Frage auf sie warten, wann sie endlich in ihre Heimat zurückkehren werden?
Mit der Zeit wird Polina immer stärker zwischen zwei Sprachen, zwei Ländern, zwei Kulturen hin- und hergerissen.
Deshalb ist es ihr wichtig, dass in den französischen Dokumenten nicht Polin, sondern Polina geschrieben steht.
So beginnt der lange Weg durch bürokratische Auseinandersetzungen mit dem Staat…
Ein eindringlicher Roman-Essay, der die Erfahrung der Emigration und den Versuch, das eigene „Ich“ zu bewahren, untersucht.