Am 24. Februar 1920 werden in Berlin zwei Säuglinge geboren, die dazu bestimmt sind, Brüder zu werden. Am selben Tag wird in München eine Partei gegründet, die bald einen von ihnen erheben und den anderen zusammen mit ihren Eltern und Millionen anderer unschuldiger Menschen zu vernichten versucht. Von den ersten Stunden ihres Lebens an sind die Brüder unzertrennlich. Beide ähneln ihren jüdischen Eltern, obwohl sie sich überhaupt nicht ähnlich sehen; sie wissen nicht einmal, dass einer von ihnen ein Adoptivkind ist - ebenso wenig wie sie wissen, dass einer von ihnen kein Jude ist. Die Eltern kümmern sich nicht um Fragen des Blutes: das sind ihre Kinder, und sie lieben sie. Der Vater spielt in Jazzclubs, die Mutter heilt Kranke, das Leben in Deutschland, das sich nach dem Ersten Weltkrieg nur langsam erholt, beginnt sich allmählich zu stabilisieren. Paul und Otto wachsen zusammen auf, freunden sich mit einem Mädchen an und verlieben sich gemeinsam in ein anderes. Doch als die Nazis an die Macht kommen, ändert sich das Leben unwiderruflich und schrecklich. In einem Land, in dem plötzlich Blut und Herkunft am wichtigsten sind, müssen die Kinder, zwei Deutsche und zwei Juden, deren Geschichten von Geburt an miteinander verwoben sind, viele Opfer bringen, um selbst zu überleben und ihre Liebsten zu retten.
Der neue Roman von Ben Elton, durchdringend und zärtlich, handelt davon, wofür Menschen bereit sind, zu opfern, um zu überleben - für sich selbst und ihre Liebsten. Ein Roman darüber, wer sie wirklich sind, wozu sie fähig sind, und wer sie um keinen Preis der Welt werden wollen. Darüber, was sie mit dem täglichen Hass, der unaufhörlichen Erinnerung, dem unstillbaren Schmerz machen sollen - und wie aus all dem manchmal Einsamkeit, Angst und Grausamkeit, manchmal aber auch Güte, Weisheit und Glück erwachsen. In dieser Geschichte gibt es Lachen und Tränen, Entsetzen und Staunen, Zärtlichkeit und Wut, Treue und Verrat.