Zum ersten Mal in russischer Sprache erzählt die epische Saga- retelling von der Sehnsucht nach Liebe und den inneren Kämpfen der schönen Helena, die zum blutigen Trojanischen Krieg führten, aus zwei Stimmen - von Helena selbst und dem berühmten Helden Achilleus. In dem Buch werden kunstvoll beide Seiten des Konflikts miteinander verwoben: die trojanische und die achaeische. Helenas Sichtweise ermöglicht es dem Leser, ihre seelischen Qualen, das Urteil, dem sie von allen Seiten ausgesetzt ist, und ihre qualvollen Suchen nach dem Ort, an dem ihre wahre Treue verborgen liegt, zu verstehen. Achilleus' Perspektive eröffnet ein fesselndes Verständnis der Kampagne der Achaeier, das der Erzählung Tiefe und Ausgewogenheit verleiht. Wer ist sie - ein unsterbliches Symbol der Schönheit oder eine Frau, die einen unerhörten Preis für die Gabe der Götter bezahlt hat?
Der Roman „Helena von Troja. Vergeltung“ reißt den Glanz des Mythos ab und zeigt eine Frau aus Fleisch und Blut, deren Name zum Fluch geworden ist. Gestern noch träumte die Tochter des spartanischen Königs von einfachem weiblichem Glück - einen Helden zu treffen und ihn von ganzem Herzen zu lieben. Aber das Schicksal ordnete es anders: ihr Vater wurde zu Tode gehetzt, und Helena wurde zur Spielmasse in den schmutzigen Spielen des mykenischen Herrschers Agamemnon. Nachdem sie die Frau des guten, aber ungeliebten Menelaus wurde, erstickt sie in dem goldenen Käfig der Ehe, wo Mutterschaft zur Last wird und das Haus nicht Zuflucht, sondern Gefängnis ist. Doch als die Sehnsucht unerträglich wurde, erschien er, Paris, der schöne trojanische Prinz - die Verkörperung ihres Traumes! Unfähig zu widerstehen, gab sich Helena ihren Gefühlen hin, sie flohen nach Troja, und was geschah?.. Anstatt auf die Höhen der Liebe zu gelangen, tauchte die Unglückliche in einen Strudel der Verzweiflung ein: der glänzende Geliebte erwies sich als Fälschung, und ihr Akt der Liebe war ein verhängnisvoller Fehler.
In Mythen wird Helena beschuldigt: ihr Gesicht sei angeblich der Grund für das Feuer geworden, das tausend Schiffe verschlang. Aber ist die Wahrheit über den Krieg, in dem jeder Beteiligte sowohl Opfer als auch Henker ist, so einfach? Susan Wilson, die der Welt „Die Rache der Klytaimnestra“ schenkte, erweckt erneut die Antike zum Leben und verwandelt die Legende in eine eindringliche Geschichte über den Preis der Freiheit und den Verrat an Hoffnungen.