Sie halten die sechste Auflage des Buches „Mauern. Chroniken des Kreml-Zentrums“ in den Händen. In den letzten Jahren hat das Buch ein enormes Leserinteresse gewonnen, sowohl im Gefängnis als auch auf freiem Fuß. Dieses Buch entstand auf zerrissenen Blättern im Halbdunkel der Zelle des härtesten Gefängnisses Russlands „Kreml-Zentrum“, wo Ivan Mironov wegen versuchten Mordes auf Chubais einsaß. Die Helden von Ivan Mironov sind seine ehemaligen Mithäftlinge: der „Nachtgouverneur“ von Sankt Petersburg, Wladimir Barsukow (Kumarin), der legendäre Killer Alexei Scherstobitow (Lesha Soldat), der „Wiederbeleber“ Grigorij Grabovoj, Figuren der lautesten Strafsachen: „Jukos“, „MMM“, „Drei Wale“, „Arbat Prestige“; es sind die Anführer und Killer der blutigsten organisierten Kriminalitätsgruppen, Mörder von Otari Kvantrishvili, dem Chefredakteur von „Forbes“ Paul Klebnikov, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralbank Russlands Andrei Koslow... „Mauern“ sind nicht nur eine Sammlung krimineller Geschichten. Es ist eine tiefgreifende Untersuchung der Sitten im modernen Russland, ein Spiegelbild seiner dunklen und hellen Seiten. Ivan Mironov versucht nicht, die Realität zu beschönigen, er zeichnet sie so, wie sie ist: grausam, unvorhersehbar, aber zugleich erstaunlich lebendig und fesselnd. In dem Buch findet man sowohl Geschichten über grenzenlose Grausamkeit als auch Erzählungen über bemerkenswerte Standhaftigkeit und den Mut von Menschen, die sich in extremen Bedingungen befinden. Es ist ein Mosaik aus Geschichten über Verrat und Loyalität, über Liebe und Hass, über Hoffnung und Verzweiflung, wo jede Lebensgeschichte von Mironovs Mithäftlingen einen wesentlichen Teil des Ganzen ausmacht und ein Panorama des russischen Lebens in seinen extremsten Erscheinungsformen zeigt. Bekenntnisse ohne Filter, Gefängnisinterviews ohne Angst und Zensur. Aus erster Hand wird der Hintergrund der aufsehenerregenden Prozesse der letzten Jahrzehnte enthüllt.