Camondo — eine Familie von jüdischen Finanzierern aus Konstantinopel, die als "Rothschilds des Ostens" bekannt wurde. In den 1870er Jahren, als sie sich in Paris niederließen, wurden sie zu Philanthropen, Kunstsammlern und unverzichtbaren Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens. Und gleichzeitig zu...
bevorzugten Zielen für Antisemiten. In Paris baute Moïse de Camondo ein prächtiges Herrenhaus und füllte es mit Kunstwerken. Seine Sammlung wurde zu einer der größten Sammlungen französischer Kunst des 19. Jahrhunderts. Sowohl das Haus als auch die Sammlung vermachte Moïse Frankreich zum Gedenken an seinen Sohn Nissim, der 1917 im Krieg ums Leben kam. Die gesamte Familie Camondo starb im Holocaust.
Edmund de Waal, ein bekannter Künstler und Keramiker, ist dem russischen Leser durch die zutiefst persönliche und außergewöhnliche Geschichte "Der Hase mit den bernsteinfarbenen Augen" vertraut, in der er das Schicksal seiner Vorfahren, der Familie Ephrussi, verfolgt, die eng mit Camondo verbunden war. Das Buch, das aus fiktiven Briefen an Moïse besteht, schrieb de Waal nach seiner Ausstellung im Camondo-Museum. Diese fünfzig Briefe sind nicht nur die Geschichte der Familie Camondo in Paris, sondern auch Überlegungen zur Assimilation, zur Familie, zur Kunst, zu den Wirren der Geschichte und zum Wert der Erinnerung.
Camondo — eine Familie von jüdischen Finanzierern aus Konstantinopel, die als "Rothschilds des Ostens" bekannt wurde. In den 1870er Jahren, als sie sich in Paris niederließen, wurden sie zu Philanthropen, Kunstsammlern und unverzichtbaren Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens. Und gleichzeitig zu bevorzugten Zielen für Antisemiten. In Paris baute Moïse de Camondo ein prächtiges Herrenhaus und füllte es mit Kunstwerken. Seine Sammlung wurde zu einer der größten Sammlungen französischer Kunst des 19. Jahrhunderts. Sowohl das Haus als auch die Sammlung vermachte Moïse Frankreich zum Gedenken an seinen Sohn Nissim, der 1917 im Krieg ums Leben kam. Die gesamte Familie Camondo starb im Holocaust.
Edmund de Waal, ein bekannter Künstler und Keramiker, ist dem russischen Leser durch die zutiefst persönliche und außergewöhnliche Geschichte "Der Hase mit den bernsteinfarbenen Augen" vertraut, in der er das Schicksal seiner Vorfahren, der Familie Ephrussi, verfolgt, die eng mit Camondo verbunden war. Das Buch, das aus fiktiven Briefen an Moïse besteht, schrieb de Waal nach seiner Ausstellung im Camondo-Museum. Diese fünfzig Briefe sind nicht nur die Geschichte der Familie Camondo in Paris, sondern auch Überlegungen zur Assimilation, zur Familie, zur Kunst, zu den Wirren der Geschichte und zum Wert der Erinnerung.
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