Karl Polanyi - einer der originellsten ökonomischen Denker des 20. Jahrhunderts, dessen Ideen bis heute nichts von ihrer Schärfe verloren haben. „Auf der Suche nach Lebensgrundlagen“ - seine letzte und in gewisser Weise zusammenfassende Arbeit, die posthum veröffentlicht wurde: In...
ihr bündelt er jahrzehntelange Forschungen im Bereich der wirtschaftlichen Geschichte und Anthropologie. Im Zentrum des Buches steht der grundlegende Satz: Die Wirtschaft ist kein autonomes Feld, das universellen Marktgesetzen unterworfen ist, sondern immer in sozialen, politischen und kulturellen Beziehungen verwurzelt. Indem Polanyi die Geschichte der Wirtschaftsorganisationen von der antiken Mesopotamien und der archaischen Griechenland bis zum Kapitalismus des 19. Jahrhunderts verfolgt, zeigt er, dass der selbstregulierende Markt kein ewiges Gegebenes ist, sondern ein historisch bedingtes und innerlich instabiles Experiment. In den meisten Teilen der menschlichen Geschichte wurde die Verteilung von Ressourcen anders organisiert - durch Reziprozität und Redistribution, und nicht durch den Preismechanismus. Das Buch stellt die grundlegenden Annahmen der neoklassischen Wirtschaftswissenschaften in Frage und bietet eine grundsätzlich andere Sprache zur Beschreibung des wirtschaftlichen Lebens - eine Sprache, deren Relevanz angesichts der Krisen des modernen globalen Marktes nur zunimmt.
Karl Polanyi - einer der originellsten ökonomischen Denker des 20. Jahrhunderts, dessen Ideen bis heute nichts von ihrer Schärfe verloren haben. „Auf der Suche nach Lebensgrundlagen“ - seine letzte und in gewisser Weise zusammenfassende Arbeit, die posthum veröffentlicht wurde: In ihr bündelt er jahrzehntelange Forschungen im Bereich der wirtschaftlichen Geschichte und Anthropologie. Im Zentrum des Buches steht der grundlegende Satz: Die Wirtschaft ist kein autonomes Feld, das universellen Marktgesetzen unterworfen ist, sondern immer in sozialen, politischen und kulturellen Beziehungen verwurzelt. Indem Polanyi die Geschichte der Wirtschaftsorganisationen von der antiken Mesopotamien und der archaischen Griechenland bis zum Kapitalismus des 19. Jahrhunderts verfolgt, zeigt er, dass der selbstregulierende Markt kein ewiges Gegebenes ist, sondern ein historisch bedingtes und innerlich instabiles Experiment. In den meisten Teilen der menschlichen Geschichte wurde die Verteilung von Ressourcen anders organisiert - durch Reziprozität und Redistribution, und nicht durch den Preismechanismus. Das Buch stellt die grundlegenden Annahmen der neoklassischen Wirtschaftswissenschaften in Frage und bietet eine grundsätzlich andere Sprache zur Beschreibung des wirtschaftlichen Lebens - eine Sprache, deren Relevanz angesichts der Krisen des modernen globalen Marktes nur zunimmt.
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