In sechs Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens schuf Pierre-Auguste Renoir, einer der Begründer des Impressionismus, etwa sechstausend Werke – rund hundert pro Jahr. Seine Gemälde sind unmissverständlich am daraus strömenden Gefühl von Glück und Harmonie zu erkennen. Der Schriftsteller Octave Mirbeau nannte Renoir den einzigen großen Künstler, der kein einziges trauriges Bild gemalt hat. Seine Leinwände spiegeln die Freude wider, die er selbst beim Schaffen empfand. Er interessierte sich nicht für heroische oder tragische Themen, er liebte Menschen, Licht und Natur, malte tanzende und vergnügte Stadtbewohner und Bauern, schöne Landschaften und Blumen, charmante Kinder und junge, lebhafte Frauen.
Der Landsmann Renoirs, der Kunsthistoriker Pascal Bonafoux, erzählt von seinen schwierigen Beziehungen zu Kollegen, Kunsthändlern und Beamten, von seinen malerischen Techniken und Farbvorlieben und enthüllt das Geheimnis, wie es dem Künstler gelang, im Alter, mit kaum funktionierenden Händen und ans Rollstuhl gefesselt, Bilder im Freien zu malen und Skulpturen zu schaffen.