Wirtschaftswissenschaft. Essays zur intellektuellen Geschichte
Die Monografie besteht aus drei Teilen, die sich mit aktuellen Fragen der Methodologie der Wirtschaftswissenschaften, einem Komplex allgemeiner Probleme der Geschichte des wirtschaftlichen Denkens und den Diskursen der sowjetischen Wirtschaftswissenschaft befassen. Die Wirtschaftswissenschaften werden als Phänomen der intellektuellen Geschichte im...
Kontext der intellektuellen und gesellschaftspolitischen Umgebung ihres Entwicklungsprozesses betrachtet. Im methodologischen Abschnitt der Monografie wird, im Gegensatz zur traditionellen Betonung der Theorie, der Fokus auf die Beziehungen zwischen theoretischem und anwendungsbezogenem Wissen einerseits und zwischen spezialisiertem wirtschaftlichem Wissen und sozialphilosophischen (ontologischen) Konzepten andererseits gelegt. Die Frage nach der Rolle Letzterer unter den Bedingungen einer zunehmenden Segmentierung und Fragmentierung des wirtschaftlichen Wissens wird untersucht. Im historisch-wissenschaftlichen Abschnitt werden eine Reihe neuer Themen behandelt. Erstens wird eine neue Interpretation der Entstehung der Wirtschaft als Wissenschaft begründet, und die Verbindung dieses Prozesses mit der wissenschaftlichen Revolution des 17. bis 18. Jahrhunderts sowie die Schlüsselrolle des Traktats von R. Cantillon in der Theoretisierung des wirtschaftlichen Wissens wird etabliert. Zweitens werden archivische Materialien aus dem unveröffentlichten Erbe von K. Marx in den wissenschaftlichen Umlauf eingeführt, die mit dem Traktat von Cantillon verbunden sind und es ermöglichen, die Chronologie der Entwicklung von Marx’ wirtschaftlichen Ansichten und sein historisch-wissenschaftliches Konzept zu präzisieren. Im Abschnitt, der dem wirtschaftlichen Denken der sowjetischen Periode gewidmet ist, wird ein neuer Ansatz zur Analyse des spezifischen Diskurses der sowjetischen Politischen Ökonomie des Sozialismus am Beispiel der Diskussionen über Eigentum und Waren-Geld-Beziehungen sowie die Analyse der Transformation des wirtschaftlichen Berufs im späten Sowjetunion vorgeschlagen. Die Monografie fasst die Ergebnisse der vierzigjährigen Forschungen des Autors zusammen und basiert sowohl auf bereits veröffentlichten, aber in verschiedenen Ausgaben verstreuten Arbeiten als auch auf neuen Forschungen in den entsprechenden Bereichen.
Die Monografie besteht aus drei Teilen, die sich mit aktuellen Fragen der Methodologie der Wirtschaftswissenschaften, einem Komplex allgemeiner Probleme der Geschichte des wirtschaftlichen Denkens und den Diskursen der sowjetischen Wirtschaftswissenschaft befassen. Die Wirtschaftswissenschaften werden als Phänomen der intellektuellen Geschichte im Kontext der intellektuellen und gesellschaftspolitischen Umgebung ihres Entwicklungsprozesses betrachtet. Im methodologischen Abschnitt der Monografie wird, im Gegensatz zur traditionellen Betonung der Theorie, der Fokus auf die Beziehungen zwischen theoretischem und anwendungsbezogenem Wissen einerseits und zwischen spezialisiertem wirtschaftlichem Wissen und sozialphilosophischen (ontologischen) Konzepten andererseits gelegt. Die Frage nach der Rolle Letzterer unter den Bedingungen einer zunehmenden Segmentierung und Fragmentierung des wirtschaftlichen Wissens wird untersucht. Im historisch-wissenschaftlichen Abschnitt werden eine Reihe neuer Themen behandelt. Erstens wird eine neue Interpretation der Entstehung der Wirtschaft als Wissenschaft begründet, und die Verbindung dieses Prozesses mit der wissenschaftlichen Revolution des 17. bis 18. Jahrhunderts sowie die Schlüsselrolle des Traktats von R. Cantillon in der Theoretisierung des wirtschaftlichen Wissens wird etabliert. Zweitens werden archivische Materialien aus dem unveröffentlichten Erbe von K. Marx in den wissenschaftlichen Umlauf eingeführt, die mit dem Traktat von Cantillon verbunden sind und es ermöglichen, die Chronologie der Entwicklung von Marx’ wirtschaftlichen Ansichten und sein historisch-wissenschaftliches Konzept zu präzisieren. Im Abschnitt, der dem wirtschaftlichen Denken der sowjetischen Periode gewidmet ist, wird ein neuer Ansatz zur Analyse des spezifischen Diskurses der sowjetischen Politischen Ökonomie des Sozialismus am Beispiel der Diskussionen über Eigentum und Waren-Geld-Beziehungen sowie die Analyse der Transformation des wirtschaftlichen Berufs im späten Sowjetunion vorgeschlagen. Die Monografie fasst die Ergebnisse der vierzigjährigen Forschungen des Autors zusammen und basiert sowohl auf bereits veröffentlichten, aber in verschiedenen Ausgaben verstreuten Arbeiten als auch auf neuen Forschungen in den entsprechenden Bereichen.
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