In das Buch sind zwei Märchen aufgenommen: «Der kleine Hase» – über den neugierigen kleinen Hasen, der darüber nachdenkt, in wen er sich verwandeln möchte, wenn er groß ist, und «Das Wolfslied» – über die cleveren Schafe, die es geschafft haben, den bösen Wolf zu überlisten.
Der kleine Hase freundete sich mit dem kleinen Kaulquappe an. Eines Tages überraschte der kleine Kaulquappe den Hasen gewaltig: Er hatte seinen Schwanz verloren und war zu einer großen Frosch geworden. Der kleine Hase wollte auch wissen, in wen er sich verwandeln könnte, wenn er groß ist. Seine Mama sagte ihm jedoch, dass er im Herbst zu einem großen, schönen Hasen werden würde, wie sein Papa. Der kleine Hase beschloss jedoch, herauszufinden, ob es vielleicht ein Tier gibt, in das er sich verwandeln könnte, wenn er groß wird.
Doch wen er auch immer getroffen hat, es gab immer gewichtige Gründe, sich mit der Verwandlung Zeit zu lassen. Ein Jäger schoss auf einen Auerhahn, gefährlich und beängstigend; das Eichhörnchen hat viel zu tun, und man müsste auch noch von Baum zu Baum springen, da wird einem schwindelig; der Fuchs ist schön, aber zu wild, ich konnte gerade noch meinen Fuß von der Schlauheit retten; die Maus ist klein und hat kurze Ohren; der Igel ist zu stachelig; der Biber lebt im Fluss, und dort ist es nass… Der kleine Hase rannte nach Hause und bemerkte plötzlich, dass die gelben Blätter bereits fallen. Er traf am Teich den bekannten kleinen Frosch. Diesmal erkannte ihn sein alter Freund nicht – der kleine Hase war so groß gewachsen. Er sah sein Spiegelbild im Teich und erkannte: Endlich ist er ein großer erwachsener Feldhase geworden, wie sein Papa, und es gibt nichts Besseres. Kurz gesagt, wie er geboren wurde – so ist er nützlich geworden.
Im Märchen «Das Wolfslied» ist die Hauptfigur – der alte Wolf – ein Bösewicht und Räuber, zudem ein großer Liebhaber, mit grimmiger Stimme zu heulen. Er erfuhr von der Fuchs über eine Herde Schafe ohne Hüter und Hunde und dachte, das sei ein leichtes Geld. Doch die Schafe waren nicht so dumm, wie er dachte. Sie redeten dem Wolf nette Worte zu, lobten sein Solo-Talent und baten ihn, bei ihnen als Sänger zu bleiben – zusammen vor dem Essen zu singen. Der Wolf ließ sich von dem Lob verleiten und heulte, und die Schafe blökten alle zusammen, und es entstand ein solches Geschrei, dass die Menschen und Hunde sofort herbeikamen. So retteten sich die Schafe vor dem Untergang.
Die Märchen wurden von dem vielgeliebten Künstler Viktor Alexandrowitsch Tsjzhikov illustriert. Seine Helden sind fröhlich und lustig, einfallsreich und freundlich. Selbst die negativen Charaktere erzeugen keine Angst, denn das Böse wird natürlich bestraft, und die umgebende Welt in der Ausführung des Künstlers ist immer schön und erstaunlich.
Für Kinder im Vorschulalter empfohlen.