Ajana — ein normales Mädchen aus Ulan-Ude. Ihr Leben unterscheidet sich kaum von dem ihrer Altersgenossinnen: Schule, Familie, gewohnte Welt. Nur ist sie zu oft krank… Die Ärzte suchen vergeblich nach einer Diagnose, und ihre Mutter versteht immer klarer: Es ist keine Krankheit, sondern eine Gabe — die einmal das Leben in "vor" und "nach" teilen wird.
Ajana wird zu ihrer Großmutter in ein burjatischen Dorf am Baikalsee geschickt — dorthin, wo man immer noch mit Geistern spricht. Hier beginnt ihr schamanischer Weg: hart, gnadenlos, echt. Sie lernt, ein Wandler zwischen den Welten zu sein, versteht aber schnell — die Kraft verlangt einen hohen Preis.
Und je älter und stärker Ajana wird, desto offensichtlicher wird: Die Gabe ist nicht nur ein Erbe, sondern auch eine Gefahr. Früher oder später wird sie eine Wahl treffen müssen — ein Werkzeug in fremden Händen bleiben oder selbst die Grenzen zwischen den Welten bestimmen.