Der vierzehnjährige Pic Marcello träumte schon von Kindheit an vom Klettern und der Höhe. Die Leidenschaft, Gipfel zu erobern, liegt in seinem Blut, denn Pic's Eltern sind Bergsteiger. Doch nicht nur die Berge ziehen ihn an, und eines Tages steigt Pic auf einen Wolkenkratzer... Jetzt droht ihm Gefängnis, und der einzige Ausweg ist, weit weg zu gehen. Und Pic macht sich zusammen mit seinem Vater, den er seit vielen Jahren nicht gesehen hat, auf nach Himalaya. Der Junge findet sich in einer völlig anderen Welt wieder: im lauten und hektischen Kathmandu, in einem buddhistischen Kloster, am Fuße der schönen schneebedeckten Himalayas. Der schreckliche und scheinbar unerreichbare Gipfel des Everest schwebt hoch über seinem Kopf. Doch „Gipfel“ ist nicht nur eine packende Abenteuergeschichte über den Aufstieg zum höchsten Berg der Welt, sondern auch eine sehr ehrliche Erzählung über die Menschen, die sich dazu entschlossen haben.
Im Erobern des Everest gibt es keine Romantik. Selbst in mehreren tausend Metern Höhe regieren Geld, Ruhmsucht und Todesangst. Wofür lohnt es sich, auf den Gipfel zu klettern? Um berühmt zu werden, um Reichtum, Freiheit, für die eigene Familie oder für sich selbst? Pic gelangte zufällig zum Hang, und er hat keine Antwort. „Um den Berg zu bezwingen, muss man nur an ihn und an sich selbst denken“, gibt seine Mutter Pic diesen Rat. Aber wenn man einen Freund hat, wenn man jeden Tag sein Leben riskieren und sogar fremde Leben retten muss, wenn man während eines Schneesturms ganz allein im Zelt bleibt, beginnt man, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.
Wie Pic selbst zugab, „kann man auf dem Gipfel des Everest nur eine Landschaft von göttlicher Schönheit finden, nichts weiter. Und um das Wichtigste im Leben zu finden, muss man keineswegs so hoch hinaufsteigen“. Wird er alles opfern können und der jüngste Bezwinger des Everest werden?