Heiße Sommer 1950. Kinderbibliothek in der Kirova-Straße. Ein älterer Veteran wird tot im Lesesaal aufgefunden. Aus seinem persönlichen Besitz wurde nichts entwendet. Nur eines fehlt:
BÜCHER VON GÖTTE IN TEUERER EINBAND.
Der Ermittler Arkadi Nikitin versteht – es ist kein Raub. Warum benötigt der Mörder einen Gedichtband in deutscher Sprache? Um ihn im Ofen zu verbrennen? An Trödelhändler zu verkaufen? Oder war in dem Buch das, was
NIEMAND SEHEN DARF.
Zur gleichen Zeit stößt der Polizist Sidorenkov auf einen mit Öl getränkten Sack im Mülleimer. Darin – sieben PPSh-Maschinengewehre und ein altes polnisches Gewehr. Nikitin weiß noch nicht, dass Sidorenkov am nächsten Tag auf der Treppe ermordet wird – schnell, grausam, mit der mit Kreide an die Wand geschriebenen Aufschrift:
„ER HATFREMDES NEHMEN“.
Aber wer ist der Hauptverdächtige in diesem Spiel? Der geheimnisvolle „Ingenieur“, der mit Waffen handelt? Ein Mechaniker von Mosgas? Oder ein Kollege aus der benachbarten Abteilung, der von Sidorenkovs Entdeckung erfahren hat, bevor
DER LEICHENKÖRPER ABKÜHLT.
Oberst Pinchuk fordert Nikitin auf, den Fall schnell zu schließen und nicht zu graben. Aber der hartnäckige Ermittler gräbt weiter. Und findet das, was ewig verborgen bleiben sollte. Denn das Spiel ist nicht zu Ende. Jemand aus den Kollegen hat zwei Gesichter – eines als Polizist und das andere als Händler des Todes. Und die zentrale Frage ist nun nicht „wer ist der Mörder?“, sondern…
IST ES MÖGLICH ZU ÜBERLEBEN, WENN DER VERRÄTER ALLE DEINE ZÜGE KENNT?