Im stürmischen Madrid der 1930er Jahre träumt die Provinzlerin Tina davon, Bibliothekarin zu werden. Zusammen mit ihrer Freundin Vewa gelangt sie in die Welt der Kabaretts, feministischen Clubs und spiritistischen Sitzungen, doch viel mehr als das vergnügte Leben der Hauptstadt interessiert die junge Frau die unsichtbare Bibliothek – eine geheime Gesellschaft, die einst Bücher rettete, die der Zensur bedroht waren. Tina zweifelt nicht daran, dass ihre Bestimmung darin besteht, Bücher zu retten. Als Bibliothekarin im belagerten von Franquisten bedrohten Madrid erkennt Tina, dass nicht nur die verbotenen, sondern auch alle Bücher gerettet werden müssen, denn der Krieg wird auch an der Buchfront geführt – die Geschichte wird umgeschrieben, Fakten werden mit
Erfindungen vertauscht, und Ideologie verdrängt die Menschlichkeit.
Doch selbst im Epizentrum eines verheerenden Krieges geht das Leben weiter, Tina findet ihre Liebe, aber nichts wird sie daran hindern, weiterhin Bücher zu beschützen, und zwar nicht nur vor Feuer und Bomben, sondern auch vor Unwissenheit und Barbarismus. Ein großer Roman über die Liebe zu Büchern, darüber, wie man menschliche Würde auch in einer Atmosphäre der Angst und totalen Verfolgung bewahren kann.