Michail Jurjewitsch Lermontow (1814–1841) – russischer Dichter, Prosaiker, Dramatiker, ein herausragender Vertreter des Goldenen Zeitalters der russischen Literatur. Er wurde in Moskau in eine Offiziersfamilie geboren. Seine Mutter, Maria Michailowna, starb, als der Junge noch nicht 3 Jahre alt war. Die Erziehung des zukünftigen Dichters übernahm seine Großmutter mütterlicherseits, Jelisaweta Alexejewna Arsenjewa, die Kindheit des Jungen verbrachte er in ihrem Gut Tarchany (Gouvernement Penza). Zunächst erhielt der zukünftige Dichter eine Hausbildung. Von 1828 bis 1830 besuchte er ein Internat an der Moskauer Universität, zu dieser Zeit verfasste er seine ersten Gedichte. Von 1830 bis 1832 studierte M. J. Lermontow an der Moskauer Universität, jedoch, ohne das Studium abzuschließen, beantragte er seine Exmatrikulation. Im Jahr 1832 trat er in die Schule der Garde-Unteroffiziere und Kavalleriejunkers ein, nach dessen Abschluss wurde er in ein Husarenregiment versetzt. In jenen Jahren war das poetische Talent von M. J. Lermontow der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt – seine Werke präsentierte er lediglich in Offiziers- und Salons. Die erste Veröffentlichung geschah ohne Wissen von M. J. Lermontow – im Jahr 1835 übergab ein entfernter Verwandter, N. D. Jurjew, heimlich das Manuskript des Gedichts „Hadschi Abrek“ an die Zeitschrift „Bibliothek zum Lesen“. Trotz des erfolgreichen Debüts wollte M. J. Lermontow seine Gedichte nicht veröffentlichen. Echte Bekanntheit erlangte M. J. Lermontow mit dem Gedicht „Der Tod des Dichters“ (1837) – eine Reaktion auf das letzte Duell von A. S. Puschkin. Und obwohl dieses Gedicht nicht veröffentlicht wurde und „in Listen“ verbreitet wurde, erregte es dennoch das große Missfallen des Imperators, weshalb der Dichter ins Kaukasusgebiet in die aktive Armee verbannt wurde. Hier schrieb M. J. Lermontow zahlreiche poetische Werke, außerdem begann er mit der Malerei. Im Jahr 1840 wurde M. J. Lermontow erneut in den Kaukasus verbannt, und auch diesmal war es eine Zeit außergewöhnlichen kreativen Aufschwungs. „Die kaukasischen Berge sind für mich heilig“, – so schrieb M. J. Lermontow über seine Beziehung zum Kaukasus. Im Mai 1841 duellierte sich Lermontow mit seinem ehemaligen Studienkollegen N. S. Martynow, die Kugel des Gegners erwies sich als tödlich für den Dichter. Zu den Werken von M. J. Lermontow gehören zahlreiche literarische Werke, die Meisterwerke der russischen Literatur wurden („Borodino“, „Mzyri“, „Dämon“, „Held unserer Zeit“, „Maskerade“ usw.)