Der Kurs des Studienjahres 1974/75 "Anormale" fällt mit einem der Höhepunkte von Foucaults Forschungsaktivität zusammen und spiegelt die Wende seines Hauptinteresses von der Archäologie diskursiver Formationen zur Genealogie der Dispositive von Wissen und Macht wider. Unter Verwendung von gerichtspsychiatrischen Gutachten... aus dem 19. Jahrhundert und Texten, die mit der Praxis der nachreformatorischen katholischen Beichte verbunden sind, spricht der Philosoph über die Entstehung einer neuen - normalisierenden - Macht. Die Vorstellung vom normalen und anormalen Individuum stellt er ins Zentrum der Geschichte des normalisierenden Wissens, das in der frühen Psychiatrie entsteht und das Konzept der Sexualität hervorbringt. Foucault untersucht die Entstehung dieses Begriffs im Rahmen der Medikalisierung der Kindheit und analysiert das Verfahren der Anerkennung im katholischen Seelsorge, wodurch er den Weg zu seinem letzten Buch - "Geständnisse des Fleisches" - ebnet. Der Kurs ermöglicht es, Foucaults Bewegung des Denkens an der Schnittstelle mehrerer historischer und philosophischer Wege nachzuvollziehen und ist gleichzeitig ein Beispiel für scharfsinnige und witzige wissenschaftliche Prosa.
Autor: Мишель Фуко
Verlag: Ad Marginem
Altersgrenzen: 18+
Jahr der Veröffentlichung: 2025
ISBN: 9785908038218
Anzahl der Seiten: 384
Größe: 200х147х13 mm
Einbandart: Soft
Gewicht: 360 g
ID: 1729097
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