Das Buch des britischen Psychoanalytikers Josh Cohen widmet sich unseren Beziehungen zur Arbeit, genauer gesagt — dem in jedem von uns verankerten Wunsch, nicht zu arbeiten, der keineswegs konfliktfrei mit dem Wunsch zu arbeiten — und Erfolg, Prestige, Wohlstand zu erlangen, koexistiert, was laut Autor nicht minder, möglicherweise sogar wichtiger ist, ja sogar das Bestimmende für den Menschen. Dieser Wunsch ist uns seit unserer Kindheit vertraut, wenn er mühelos erfüllt wird, aber wir lernen, ihn zu unterdrücken und gewöhnen uns daran, all unsere Energie der Arbeit zu widmen, wobei wir manchmal vergessen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. Manchmal sind die Ergebnisse große Erfolge in dem Beruf, den wir gewählt haben, manchmal — Depression, manchmal beides zusammen. Wie gehen wir mit dem Bedürfnis nach „Nichtarbeit“ um, das sich nicht vollständig verwirklichen lässt, dessen Leugnung und Unterdrückung in uns jedoch äußerst gefährlich ist? Der Autor sucht Zugänge zu einer Antwort auf diese, wohl unlösbare Frage in seinen eigenen Lebenserfahrungen, in den Geschichten seiner Patienten und in den Schicksalen einiger herausragender Menschen, die mit dem Konflikt zwischen Arbeit und „Nichtarbeit“ konfrontiert waren — Emily Dickinson, Orson Welles, Andy Warhol und David Foster Wallace. Aus autobiografischen Essays, Notizen des Psychoanalytikers und feinen Beobachtungen über die Natur der Kreativität entsteht dieser Text, der von Joshs Cohen Wunsch diktiert wird, sich selbst zu verstehen und uns dabei helfen kann.