Natascha und Katja leben in einer großen sibirischen Stadt und haben sich nie zuvor getroffen.
Beide träumen von einem besseren Leben, deshalb lernt Natascha aktiv vielversprechende Ausländer im Internet kennen, während Katja Englisch lernt.
Sie haben Glück: Katja traf zufällig den Amerikaner Nathan, als er auf der Transsibirischen Eisenbahn reiste, und Natascha bezauberte den Chilenen Javier im Schriftverkehr so sehr, dass er durch die halbe Welt zu seiner Geliebten eilte. In der Heimatstadt der Mädchen gibt es vieles Ungewöhnliche. Allein der Kult um den berühmten russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, zu dessen Ehren jedes Jahr Mädchen in weißen Kleidern Reigen um das Denkmal des Klassikers tanzen, ist es wert.
Und das ist bei weitem nicht das seltsamste Ritual... Die Geschichte, die als romantische Melodram begann, verwandelt sich in einen echten Folk-Horror im Geiste des Films «Der Wicker Man» und «Die Wirbelstürme» von Darja Bobyleva.
«Tag der Stadt» ist ein leuchtendes Beispiel für magischen Realismus, großzügig gewürzt mit lokalem Kolorit und schwarzem Humor.