Mit dreiunddreißig Jahren ist er ein ehemaliger Korrespondent einer Hauptstadtzeitung, lebt aber seit zwei Monaten in Georgien und arbeitet als Redakteur für soziale Medien in einem privaten Konto.
So hieß offiziell diese Stelle, aber tatsächlich chattet Mitja einfach mit unbekannten Nutzern im Namen der zweiundzwanzigjährigen Webcam-Modelle Lisa.
Zusammen mit anderen Neuankömmlingen hängt er an der Küste einer seltsamen, schwankenden Zeitlosigkeit fest, wo man „Fanta“ trinken, Disney-Cartoons schauen und endlos in Erinnerungen an die Vergangenheit kramen kann.
Es passieren viele verschiedene seltsame und weniger seltsame Ereignisse, aber tatsächlich ist Mitja einfach am Ufer stehen geblieben, in Erwartung von etwas, das er selbst noch nicht versteht, und beobachtet, wie sein gegenwärtiges, trügerisch leichtes Leben, wie Schaum, auf den Wellen schwankt.