Wie wurde die Pariser Modistin zur Großen Mademoiselle? Wenige wissen, dass sie ihren Erfolg nicht nur ihrem eigenen Talent und ihrenInnovationen, sondern auch nicht nur reichen und hochgestellten Liebhabern verdankt. In den elitärsten Kreisen von Paris kam Chanel vor allem dank namhafter russischer Emigranten, die sie durch ihre enge Freundin Misia Sert kennenlernte, zu Ruhm. Der Roman „Russische Freunde von Chanel“ basiert auf dokumentarischen Informationen, insbesondere auf den Aufzeichnungen von Coco Chanels Freund Paul Morand, der zu ihren Lebzeiten nie die Erlaubnis erhielt, diese zu veröffentlichen. Die Autorin – die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Elena Celestin – beschreibt ausführlich die Details der Bekanntschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit von Chanel mit Sergei Diaghilev, Igor Strawinsky, Leonid Wassiljew, Serge Lifar, dem Großfürsten Dmitri Romanow und der Prinzessin Maria Pawlowna, Picasso und seiner russischen Frau Olga Chochlowa. Der Roman taucht den Leser in die Atmosphäre des Paris der 1920er Jahre ein, in eine Zeit der Entstehung neuer Kunst, inspirierten Schaffens, aber auch des Umgangs mit Verlorenheit, Eifersucht und Geldmangel – als am „Hof von Diaghilev“ die intensive Arbeit nicht abbrach und die Leidenschaften kochten, auch mit Beteiligung von Gabrielle Chanel.
Lebenhafte Dialoge und seltene Archivfotos der handelnden Personen veranschaulichen sehr präzise die Charaktere der Helden, deren Bilder, das Leben der russischen Intelligenz in der Emigration und erzählen zum ersten Mal die Geschichte von Coco Chanels Auftreten im glanzvollen Kreis von Genies und Legenden.