In Sandstadt gibt es immer Platz für ein gewöhnliches Wunder, und das Glück seiner Bewohner liegt in einfachen und klaren Dingen. Es ist eine kleine, gemütliche Welt, abgeschnitten von der Zivilisation. Dort leben der Misha selbst mit einem Bären und einem aufgetauten Mammut, der Rabauke Snegirev und die Großmutter Olya. Und noch in Olgas Scheune haben eines Tages aus Petersburg geflogene Polizisten Unterschlupf gefunden, die mal Philosophen werden, mal in ein Orchester verwandeln.
In Sandstadt sammeln sie Pilze, messen die Temperatur des Nordpolarmeers und spielen Schach. Die kleinen Kapitel können nacheinander oder durcheinander gelesen werden. Jedes von ihnen ist wie eine kurze Parabel: mal etwas traurig, mal etwas philosophisch, mal schrecklich lustig. Die Geschichten von Givargizov sind kindlich naiv, neben dem Realen lebt immer etwas Fantastisches.
Im zweiten Teil des Buches breitet sich dieses Fantastische nach außen aus. Denn Misha begibt sich in das geheimnisvolle heiße Indien. Die Holzhäuschen von Sandstadt werden von indischen Tempeln abgelöst, und die Reise verwandelt sich in ein lebhaftes Kaleidoskop: seltsame Gerichte, Begegnungen mit Yogis, Elefantenfahrten, Filmaufnahmen... Doch auch in diesem märchenhaften Land sollte man sich nicht zu lange aufhalten, wenn man einen Ort und Menschen hat, zu denen man zurückkehren kann. Und Misha macht sich auf den Heimweg, wo ihn ganz Sandstadt wie einen großen Reisenden empfängt.