«Hallo, Bruder, stirb» — ein postapokalyptischer Roman über einen Teenager, der glaubt, der letzte Mensch auf der Erdoberfläche zu sein, nachdem fast die gesamte Menschheit ausgelöscht wurde. Die Welt ist durch ein Retrovirus, das im Gebiet des unterseeischen Sees «Wostok 18» gefunden wurde, zerstört: Städte sind verlassen, Wälder sind gefährlich geworden, und die gewohnte Lebensordnung ist verschwunden. Eduard Werkin, der zuvor unter dem Pseudonym Max Ostrogin veröffentlicht hat, erzählt diese Geschichte in bildreicher, dynamischer Sprache mit gesprächsähnlicher Intonation. Das Buch wird denen gefallen, die nicht nur eine spannende Überlebensgeschichte suchen, sondern auch Science-Fiction mit moralischen Entscheidungen, Einsamkeit und der Frage, was von einem Menschen nach einer Katastrophe übrig bleibt.
Der Teenager hat gelernt, in der Einsamkeit zu überleben: Er jagt, malt kleine Menschen an die Wände und wartet darauf, dass die «echten Menschen» eines Tages vom Himmel zurückkehren. Seine Welt ist geordnet und verständlich — bis er entdeckt, dass jemand seine Vorräte plündert, auf seinem Territorium wütet und Tiere tötet. Das bedeutet, dass es noch jemand auf dem Planeten gibt. Wer genau und warum — Fragen, von denen nicht nur die gewohnte Ordnung, sondern das Leben selbst abhängt. Die Geschichte beschränkt sich nicht nur auf die Erde: Parallel dazu entsteht die Linie des Merkur, wo die Überlebenden ihren Heimatplaneten als Ressourcenspeicher betrachten. Auf diesem Zusammenprall der Ansichten basiert der Hauptkonflikt des Romans.
- Alex — ein Teenager, der Jahre in Einsamkeit auf der verlassenen Erde verbracht hat. Er erinnert sich an das frühere Leben nur in Fragmenten und hat seine eigene Überlebensordnung aufgebaut.
- Alex U. — eine geheimnisvolle Figur, über die die anderen Überlebenden fast wie über eine Legende sprechen. Seine Rolle in den Ereignissen entfaltet sich allmählich.
- Der Lahme — ein Charakter aus dem Kreis der Überlebenden, durch den ein Teil der Vergangenheit und Gegenwart dieser Welt offenbart wird.
Die Erde nach der Epidemie — nicht nur Ruinen, sondern ein Raum, der zwischen denen, die geblieben sind, und denen, die gegangen sind und ganz anders zurückgekehrt sind, geteilt ist. Auf dem Merkur hat sich eine eigene Gemeinschaft von Überlebenden gebildet, für die der Heimatplanet zur Ressourcenbasis und nicht zum Zuhause geworden ist. Das Retrovirus, das auf der Station «Wostok 18» entdeckt wurde, hat nicht nur eine Katastrophe ausgelöst, sondern auch einen tiefen Riss zwischen verschiedenen Versionen der Zukunft der Menschheit geschaffen.