«Die Gerechtigkeitsgräfin» — Fantasy über eine Zeitreisende im revolutionären Frankreich, wo Wissen aus einer anderen Epoche nicht zur Zierde, sondern zum Überleben, Geldverdienen und zum Entkommen aus den Mühlen der großen Geschichte wird. Nach dem Plan von Galina Dmitrievna Goncharova ist das 18. Jahrhundert hier keine museale Dekoration, sondern eine gefährliche Zeit schneller Entscheidungen, fremder Intrigen und lauter Namen, mit denen man besser vorsichtig umgehen sollte. Im Mittelpunkt des Buches steht Varvara Ivanovna, die bereits aus dem Zyklus «Die Strenge Gräfin» bekannt ist: Sie findet sich im politischen Chaos wieder, wo Mode, Geld, Verschwörungen und die Flucht derjenigen, die gestern als unantastbar galten, nebeneinander stattfinden. Die Geschichte basiert auf einer Kombination aus Abenteuer, Ironie und alternativer Geschichte, in der persönlicher Scharfsinn zu viel verändern kann.
In Frankreich bleibt Varvara Ivanovna nicht untätig und wartet nicht, bis die Ereignisse sich beruhigen. Sie muss sich schnell in die neue Realität einfügen: Wege finden, um Geld zu verdienen, ihre eigenen Erfahrungen nutzen, mit einflussreichen Menschen der Epoche kommunizieren und entscheiden, wem sie helfen und von wem sie sich besser fernhalten sollte. Auf ihrem Weg begegnet sie sowohl Vertretern der revolutionären Umgebung als auch der königlichen Familie, mit der das Schicksal die Heldin im Moment der Flucht zusammenführt. Im Buch gibt es die geheime Gesellschaft «Der Weiße Pfeil», historische Figuren wie Napoleon Bonaparte, Robespierre und Talleyrand, und die Hauptintrige dreht sich darum, wie weit man gehen kann, wenn man mehr über die Zeit weiß als die anderen.
- Varvara Ivanovna — die Hauptfigur des Zyklus, eine starke, praktische Frau, die es gewohnt ist, vor allem auf ihren eigenen Verstand zu vertrauen. In der neuen Epoche verliert sie nicht den Kopf und nutzt ihr Wissen über Menschen, Geld und Politik als Arbeitsinstrument.
- General Suworow bleibt ein wichtiger Teil ihrer persönlichen Geschichte, obwohl er weit weg, in der Heimat, ist.
- Napoleon Bonaparte, Robespierre und Talleyrand — bemerkenswerte Figuren des Buches: Sie geben dem Geschehen einen historischen Rahmen und verstärken das Gefühl, dass die Heldin nicht am Rande der Ereignisse handelt, sondern in deren Zentrum.
«Die Gerechtigkeitsgräfin» gehört zum Zyklus «Die Strenge Gräfin» und setzt die Geschichte der Hauptfigur fort. Es ist kein separater Roman mit einem völlig neuen Anfang, sondern eine nächste Stufe der Abenteuer in einer anderen historischen Realität. Beim Lesen ist es nützlich zu berücksichtigen, dass die Heldin bereits als Charakter geformt ist und mit ihrer Vergangenheit, Erfahrung und etablierten Handlungsweise in diesen Teil kommt.