„Serguei Bessonow, wie viele seiner Landsleute, befindet sich in einer schwierigen Situation: Zu dem Zeitpunkt, als die russische Aggression gegen die Ukraine in vollem Gange ist, ist er tief in die Arbeit für den russischen Geheimdienst verwickelt. Er weiß nur zu gut, wie schrecklich und sinnlos der Krieg ist, dennoch findet er nicht die Kraft, sich von seinem eigenen Land zu lösen. Die Situation verschärft sich dadurch, dass Sergei bereits einmal versucht hat, sich von seinen früheren Freunden zu distanzieren, und er versteht zu gut, dass man ihm einen zweiten Versuch nicht verzeihen wird. Während er sich immer tiefer in das Netz fragwürdiger Spezialaufträge verstrickt, gibt er sich fast mit der neuen Realität zufrieden, als er plötzlich erfährt, dass sich eine ihm nahe stehende Person im blockierten Mariupol befindet…“
Dies ist ein Buch über den Krieg, über Selbstrechtfertigung, über Entscheidungen. Alles beginnt in Washington, dann bringt die Erinnerung den Protagonisten zurück in den Sommer Moskaus 1994, und dann Istanbul, Berlin, Paris, wieder Moskau – und Mariupol. Mariupol im April zweiundzwanzig.
Ksenia Kirillowa – Journalistin, Dichterin, Prosaschriftstellerin, Expertin führender amerikanischer Denkfabriken. Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich professionell mit der Analyse politischer und sozialer Prozesse im modernen Russland, einschließlich des aktuellen russisch-ukrainischen Krieges.