Warum wurde Wysotski zu einer Figur wahrhaftiger landesweiter Liebe - außerhalb der Zensur, außerhalb formeller Anerkennung? Wie entstand dieser einzigartige Ruf? Warum nahmen die Zuhörer Wysotski als ihren an?
Das Buch analysiert Schritt für Schritt das Phänomen Wysotski: vom Kontext der Tauwetterperiode, in der der Dichter aufwuchs, bis zu seinem Triumph in den 1970er Jahren - mit seltenen offiziellen Veröffentlichungen, Samizdat, Tamizdat und Live-Konzerten, wo das Wesentliche stattfand.
Der Blick von Jurij Domanskij auf Wysotski ist nicht nur ein Blick auf ihn als Performer, sondern auch auf einen komplexen Künstler, der mit Traditionen arbeitet und seinen eigenen einzigartigen Stil entwickelt hat. Besonderes Augenmerk legt Jurij Domanskij auf die klingende Poesie Wysotskis, die Dramaturgie seiner Konzerte, seine Lieder als System mit besonderen Helden, thematischen Zyklen und unerwarteten Wechselwirkungen. Eine separate Schicht - Theater und Kino. Hamlet, Swidrigailow, Lopachin - theaterliche Rollen, in denen sich die Tiefe des schauspielerischen Talents entfaltet. Und das Kino - von frühen Arbeiten bis zu späten, wo Wysotskis Talent seine maximale Ausdruckskraft erreicht. Und schließlich, der Mythos von Wysotski: Warum ist er so beständig und wie lebt und entwickelt er sich weiterhin in der Kultur.
Vor Ihnen steht nicht nur eine Forschung und keineswegs eine Biographie. Dieses Buch erklärt, wie das kulturelle Phänomen Wysotski geboren wurde - und warum es weiterhin bei uns ist.