"Welche Farbe hat der Schmerz?" - eine Sammlung von Essays der bekannten Journalistin und Schriftstellerin Natalja Sukhinina.
Man sagt, dass das Gefängnis ein "Erdbeben der Seele" ist, und desto tragischer und gruseliger ist es, wenn eine Frau im Epizentrum dieses Erdbebens landet. Die Hauptfiguren des neuen Buches von Natalja Sukhinina sind einfache Frauen, unsere Zeitgenossinnen, die im Gefängnis sind. Jede von ihnen trägt, unabhängig vom Alter, bereits hier auf Erden, die unausweichliche Strafe für ihre Sünde, für ein Verbrechen gegen die Gebote Gottes.
Viele, die ebenfalls "kleine Sünden" begehen, gelingt es, dieser sichtbaren rechtlichen Strafe zu entkommen und ihren anständigen Ruf in den Augen der Gesellschaft zu bewahren.
Die Volksweisheit besagt: "Von Gefängnis und von der Armutsgrenze sei niemals sicher". Diese Frauen benötigen nicht unser Mitleid, sondern nur unser Verständnis, denn neben dem Gericht der Menschen fand auch ein anderes Gericht über sie statt - das Gericht Gottes. Durch seelisches Leid, durch Schmerz und Tränen fand jede von ihnen ihren Weg zum Glauben, zu Gott.
Im Buch gibt es keine erfundenen Charaktere und erfundenen Ereignisse, obwohl die Namen der Heldinnen geändert wurden.
Ihren bitteren und lehrreichen Erfahrung wird vielleicht einige dazu bringen, an der verhängnisvollen Grenze innezuhalten.
Das Buch ist in einer so lebendigen und bildhaften Sprache geschrieben, dass wohl kaum ein Leser gleichgültig gegenüber dem Schicksal ihrer Heldinnen bleiben wird.