«Und ein großer Stern fiel vom Himmel, brennend wie eine Lampe, und fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Wasserquellen. Der Name dieses Sterns ist "Wermut"...» — steht in der Apokalypse.
Vor 30 Jahren erinnerten sich viele daran, dass die unauffällige duftende Pflanze unserer Felder — der Wermut — auch einen anderen Namen hat: Tschernobyl...
Der bewegende Roman der berühmten orthodoxen Schriftstellerin Julia Wosnesenskaja «Stern von Tschernobyl» erzählt von dem Schicksal dreier Schwestern, deren Leben durch die Tschernobyl-Katastrophe und von der Liebe, die Angst und Tod besiegt und Hoffnung auf die Zukunft gibt, überschattet wird.
Der im besten Traditionen der realistischen russischen Literatur geschriebene Roman umfasst auch dokumentarisches Material, das der Autor aus sowjetischen Zeitungen, Rundfunkberichten und Fernsehsendungen entnommen hat, und ist daher nicht nur als Kunstwerk, sondern auch als historisches Zeugnis wertvoll.