«Von der Liebe» — eine Erzählung Antoine Tschechows, die Teil der sogenannten «kleinen Trilogie» des Schriftstellers ist.
Das Werk ist als Erinnerung des Landwirts Aljohin aufgebaut, der die Geschichte seiner unerfüllten Liebe zu Anna Alexejewna — der Frau seines Freundes — erzählt. Ihre Gefühle entstehen allmählich, leise und tief, doch beide erkennen die Unmöglichkeit eines offenen Geständnisses: Pflicht, gesellschaftliche Konventionen und die Angst, anderen weh zu tun, halten sie von entschlossenen Schritten ab.
Jahre vergehen in stiller gegenseitiger Anziehung, gefüllt mit verborgener Zärtlichkeit und innerem Kampf. Nur die Trennung wird zum Moment des Bewusstseins, wie viel versäumt wurde.
Die Erzählung entfaltet das Thema der Liebe als komplexes, widersprüchliches Gefühl, das nicht immer Glück bringt. Tschechow zeigt das Drama ungesagter Worte und betont, dass Menschen manchmal ihr persönliches Glück zugunsten moralischer Prinzipien und gesellschaftlicher Normen opfern.