Der überwältigende Erfolg des Buches «An den Ufern der Newa» inspirierte Irina Odoyevtseva zur Schaffung des zweiten Teils ihrer Memoiren — dem Buch «An den Ufern der Seine», das dem Leben russischer Literaten im Exil gewidmet ist. Im Jahr 1922 verließ Odoyevtseva Russland und verbrachte den größten Teil ihres Lebens in Frankreich, kehrte jedoch 1987 in ihre Heimat zurück. Wie im ersten Buch erzählt die Autorin vor allem nicht von sich selbst, sondern von den Menschen, mit denen ihr Schicksal sie zusammenführte.
Die Protagonisten dieses Buches sind G. Ivanov, K. Balmont, I. Bunin, I. Severjanyn, G. Adamovich, M. Tsvetaeva. Im Wesentlichen handelt es sich um die gesamte russische Silberne Ära, die ins Exil geriet.
Das Buch von Odoyevtseva erzählt von einer Generation von Menschen, die sich als Bewahrer und Fortsetzer der russischen literarischen Traditionen wahrnahmen.
Ohne überflüssigen Pathos geschrieben, leicht und fesselnd, ermöglicht es, den Atem des lebendigen Lebens jener legendären Jahre zu spüren.