In ihrem neuen Buch präsentiert die Schriftstellerin und Bloggerin Nika Marsh (Autorin der Bestseller «Prinzessin zum Verkauf», «Starke Bande», «Haus auf links» und «Grausame Ehe») mutig dem Leser den «Glanz und die Armut» der Bordelle des 19. und 20. Jahrhunderts, wo Luxus mit Verzweiflung koexistierte und unter äußerer Anstand schwere Verbrechen verborgen waren.
Sie werden erfahren, wie die Frauen dieses Berufs lebten: «blanken» Einzelgängerinnen und offiziell registrierte «GelbeTickets», ihre geschickten «Mütterchen», «Kindermädchen», «Generalinnen» sowie «Schauspielerinnen», Tänzerinnen und Sängerinnen, die von ihren Zeitgenossen automatisch den Begleiterinnen gleichgestellt wurden, wie Prostitution mit der kriminellen Welt verband und wie der Staat in verschiedenen Epochen versuchte, mit diesem Phänomen zu kämpfen oder es zumindest unter Kontrolle zu bringen.
Wie wurde die Markitantin Martha Skawronskaja zur Kaiserin von ganz Russland? Welches Alterslimit gab es unter Nikolaus I. für die Besitzerinnen von Bordellen? Wie funktionierten die «verdeckten Spielstätten» und wie verlief das Schicksal von Teresa Grönwald, die der Kritiker Nikolai Dobrolyubov aus dem Bordell aufnahm?
Mit erstaunlicher Sensibilität und Einsicht schafft Nika Marsh ein detailliertes Bild des typischen Lebens von Prostituierten im zaristischen Russland, indem sie verwandte Themen meisterhaft in diese komplexe Untersuchung einwebt: Ehebruch und die Einstellung dazu in Russland, Stiefvaterverhältnisse, Herrenhäuser, die Kriminalgeschichte des Imperiums und viele andere. Die Protagonisten des Buches sind Vertreter der unterschiedlichsten sozialen Schichten: von den berühmten «Waldai-Mädchen» bis zur bekannten Ballerina Avdotja Istomina, über die Pushkin mit Begeisterung schrieb, von Randfiguren bis zu Großfürsten.
Dieses Buch ist ein lebendiges und weitsichtiges Portrait einer Gesellschaft, in der Laster zum Geschäft wurden und Liebe zur Ware.