Die lebendigen, detailreichen Erinnerungen von Azar Nafisi, der Tochter des Bürgermeisters von Teheran, zeichnen die dramatische Geschichte einer Familie vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen im Iran. Nafisis Vater, ein brillanter Politiker, landet im Gefängnis, und kurze Zeit nach seiner Entlassung verlässt er die Familie. Die Mutter, mit der Nafisi eine äußerst komplizierte Beziehung hat, wird ins Parlament gewählt. Doch aufgrund revolutionärer Ereignisse sieht sie sich gezwungen, ihr Amt niederzulegen und, wie alle iranischen Frauen, den Hijab zu tragen. Während das Land von politischem Konflikt zerrissen wird, reift die Protagonistin. Sie studiert, liest begeistert Ferdowsi und Nabokov, verliebt sich, heiratet, lässt sich scheiden, beginnt neue Beziehungen, unterrichtet an der Universität, leitet einen geheimen Literaturkreis und emigriert schließlich. Ihr Alltag ist ein unglaubliches Durcheinander von Freude, Schmerz, Angst, Enttäuschungen und Hoffnungen. Die zentrale Frage, die sich Nafisi stellt: Was ist der Preis der Freiheit in einem Land, in dem die Freiheit mit jedem Tag immer weniger wird?