Die Chrestomathie "Russische Volksmedizin" umfasst Quellen, die Informationen über Volksheiler, Krankheiten, Methoden und Mittel ihrer Behandlung enthalten. Diese wurden in der Mitte des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Zeitungen, Almanachen, Wörterbüchern und wissenschaftlichen Sammlungen veröffentlicht. Es wird festgestellt, dass die Landbevölkerung fest an die Wirksamkeit der alten Heilmethoden mit gefährlichen Methoden und Mitteln sowie geheimnisvollen Zaubern glaubte. Hinter all dem standen, laut den Vorstellungen, helle (Gott) oder dunkle (Dämonen) Kräfte, die den Heilerinnen oder Zauberern die Fähigkeit verliehen, auf die Menschen einzuwirken. In den Quellen spiegelt sich der Beginn einer komplexen Phase wider, in der das traditionelle Denken der Bauern zu einem neuen Denken, das auf wissenschaftlichem Wissen basierte, überging. Man muss den Autoren der Artikel - Naturforschern, Ärzten, Ethnographen, Botaniker, Heimatforschern, Philologen, Lehrern u.a. - die Ehre erweisen, deren nicht unerheblichem Bemühen es zu verdanken ist, dass diese Sammlung eigenständiger Informationen, die ein schriftliches Erbe der russischen Medizinkultur darstellt, erhalten geblieben ist.
Russische Volksmedizin. Chrestomathie. Band 1
Russische Volksmedizin. Chrestomathie. Band 2
Russische Volksmedizin. Chrestomathie. Band 3