Es lebte einmal ein Wiesel im Wald, es lebte sorglos — es ging spazieren, sammelte Herbstblätter und lächelte. Doch eines Tages geriet es in einen starken Sturm und hatte solche Angst vor dem Wind, dem Regen und dem Hagel, dass es sich ein Hausfestung baute und beschloss, nie wieder nach draußen zu gehen. So hätte es den Rest seines Lebens in Einsamkeit und Traurigkeit eingesperrt verbracht, wenn nicht der fröhliche Maulwurf zufällig in sein Haus eingedrungen wäre — ein großer Liebhaber des Spiels. Doch das Wiesel hatte keine Lust zu feiern, denn es versteckte sich vor dem bösen, grimmigen Sturm. Es teilte seine Ängste mit dem Maulwurf und wie groß war seine Überraschung, als sich herausstellte, dass der Maulwurf es liebt, Schneebälle zu werfen, durch Pfützen zu springen und sich im Wind im Kreis zu drehen, und dass er keine Angst vor dem Sturm hat. Und wenn er Angst hat, was ihm natürlich auch manchmal passiert, nimmt er seinen Freund und sie gehen gemeinsam den Gefahren entgegen. Die irische Schriftstellerin Kira Gavin und der britische Künstler Tim Warnes thematisieren viele wichtige Aspekte, die heute, in einer Zeit der Pandemie, noch aktueller geworden sind. Und sie sprechen in einer Sprache, die selbst von einem zweijährigen Kind verstanden wird. Das Kleinkind lernt, dass man viele Dinge unterschiedlich betrachten kann. Dass es im Sturm, wie in allem im Leben, nicht nur das Schlechte, sondern auch das Gute gibt. Dass jeder in der Lage ist, seine Ängste und Sorgen zu überwinden, am besten jedoch nicht allein, sondern gemeinsam mit Freunden. Dass es nicht der beste Weg ist, sich von der ganzen Welt abzukapseln. Und dass der Sturm nicht ewig dauern kann, und nach dem Regen die Sonne garantiert scheint.