Es gibt viele ärgerliche Missverständnisse im Zusammenhang mit dem Gründer des Christentums, einschließlich seines Namens, seines Geburtszeitpunkts, seines Status, der Lehre, die er der Menschheit hinterlassen hat, der Zuverlässigkeit der ihm zugeschriebenen Worte und vieles mehr. Für einige Menschen ist er der Sohn Gottes und Gott, für andere ein guter und weiser Lehrer, für dritte ein fiktiver Charakter und naiver Mythos. Sowohl die Sichtweise der christlichen Kirche als auch die der Atheisten und Materialisten ist weithin bekannt. Was jedoch die Okkultisten, d.h. die Inhaber geheimen Wissens, darüber denken? Die Antwort auf diese überaus nützliche Frage findet sich beim Lesen dieses Buches.
Ohne zu versuchen, jemanden zu überraschen, zieht es der Autor vor, Jesus nicht als Gott, sondern als Yogi zu betrachten. Okkultisten wissen, dass er viele Jahre in Indien verbracht hat, nicht nur als Schüler, sondern auch als Lehrender. Vieles und zu vieles lässt ihn als hohen und höchsten Adepten yogischer Weisheit erscheinen. Vieles in seiner Lehre hat seine Wurzeln in der mystischen indischen Philosophie.
Der Autor hat den einzigartigen Versuch unternommen, die recht disparaten Äußerungen Jesu Christi, die in heiligen und anderen Texten erhalten geblieben sind, wiederherzustellen und zu systematisieren, um herauszufinden, was die nicht kirchliche, sondern wirkliche Lehre des Gründers der christlichen Religion ist, sozusagen „das Christentum von Christus“. Im Buch befindet sich auch eine vom Autor zusammengestellte Sammlung apostolischer und patristischer Aussagen, die sicherlich eine wertvolle Ergänzung zu den Äußerungen Jesu Christi selbst darstellt.
Das Buch wird viele Missverständnisse, Fiktionen und Vorurteile über die christliche Religion ausräumen, die sowohl unter Gläubigen als auch unter Ungläubigen verbreitet sind. Doch nach Ansicht des Autors ist es in erster Linie für diejenigen gedacht, die sich nicht als Anhänger einer dieser gegnerischen Seiten betrachten.