Im Dezember 2007, kurz vor dem Neujahr, erkrankt der 28-jährige Automechaniker Petrow an Grippe. Daraufhin erkranken seine Frau und sein Sohn, der im Grundschulalter ist. Als der Sohn zur Weihnachtsfeier ins Theater der jungen Zuschauer gebracht wird, versinkt Petrow in Erinnerungen an seine sowjetische Kindheit – daran, wie er die eisige Schneeflocke mit dem unnatürlich weißen Gesicht an der Hand nahm. Der jungen Frau Marina, die die Schneeflocke darstellte, erschien er damals sehr ähnlich zu Igor, dem Liebhaber, von dem sie ein Kind erwartete.
Igor ist ein unwiderstehlicher Trickster, der die Welten der Lebenden und der Toten miteinander verbindet. Als er im öffentlichen Nahverkehr den kranken Automechaniker trifft, wendet sich das ganze Leben der Petrows auf den Kopf, und es wird immer schwieriger zu verstehen, wo die Realität ist und wo die grippebedingte Halluzination. Mit ihnen beginnen in ihrem Alltag völlig unvorstellbare Dinge zu geschehen.
"Petrow und die Grippe und um sie herum" ist der zweite Roman des Schriftstellers Alexei Salnikow, ausgezeichnet mit dem Preis der Kritiker-Jury des Literaturnobelpreises NOS (2017) und dem Preis „Nationaler Bestseller“ (2018). Der Roman wurde in mehrere Fremdsprachen übersetzt.