Frankreich, Ende des 12. Jahrhunderts.
Ein Burggemeindepriester, jung und ehrgeizig, schreibt Briefe an längst verstorbene lateinische Schriftsteller, prahlt mit rhetorischer Kunst und erzählt, was täglich im Schloss und mit ihm selbst geschieht. Inzwischen kehrt plötzlich der Herr der Burg zurück, der seit langem das Kreuz angenommen und ins Heilige Land gereist ist. Es stellte sich heraus, dass seine Reise ganz anders verlief, als gedacht, dass er das Heilige Land nicht erreicht hat, sondern in ganz anderen Ländern war, wo er keinen militärischen Ruhm erlangte, vielmehr brachte er, nach Hause zurückkehrend, ein geheimnisvolles Übel mit, von dem es schwer ist, sich zu befreien…
„Zu meinem Vater, zu den Schnittern“ ist auf den ersten Blick ein klassischer Briefroman, in Wirklichkeit jedoch eine feine Stilisation, in der sowohl wirklich dramatische Ereignisse als auch ungestümer Humor und Rätsel der Geschichte ihren Platz finden.