Der Film «Junge Frau», basierend auf der Erzählung von Irina Velembovskaya «Hinter der steinernen Mauer», wurde zum besten Film des Jahres 1980 in einer Umfrage der Zeitschrift «Sowjetischer Bildschirm». Natürlich spielten darin Stars des sowjetischen Films — Anna Kamenkova, Wladlen Birjukov, Galina Makarova, Sergei Prochanow. Regisseur war Leonid Menaker, der Autor vieler beliebter und geschätzter Filme.
Doch der Film wäre kaum erfolgreich gewesen, wenn die Erzählung, die Grundlage des Drehbuchs bildete, nicht so talentiert geschrieben gewesen wäre.
Die Hauptfigur, Manya, heiratet nicht aus Liebe, sondern aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.
Bei ihrem Ehemann — einem Witwer, der ein solider und stabiler Hausherr ist — wird sie sich wie hinter einer steinernen Mauer fühlen. Doch diese Mauer möchte sie beiseite schieben, um die Sonne, den Himmel, die Freiheit zu sehen.
Den Nachkriegsalltag — sowohl auf dem Land als auch in der Stadt — zeichnet Velembovskaya meisterhaft. Und ihre Helden sind stets lebendig, real, nicht filmisch und nicht literarisch.
Das gilt für alle Erzählungen und Geschichten, die in diesen Band aufgenommen wurden.