Alles oder fast alles in der Gesellschaft wird von Menschen (oder mit ihrer unmittelbaren Teilnahme) geschaffen. Aber irgendwie beginnt das, was auf diese Weise entsteht, ein Eigenleben zu führen und wendet sich oft gegen den Menschen. Die Realität der Gesellschaft – und vielleicht auch die Realität der gesamten sogenannten objektiven Welt – ist gewissermaßen ein "Luftschloss", eine Konstruktion, eine grandiose Phantasmagorie, eine Bühnenkulisse. Die Wände der Gesellschaft sind "Potemkinsche Dörfer, die über dem Abgrund des Seins errichtet wurden". Gleichzeitig erscheint die Gesellschaft dem Beobachter als "Eisenkäfig". Die hartnäckige Realität sozialer Fakten drückt und zwingt manchmal den Menschen zu Boden, während das universelle Drama in der Gattung Drama (um nicht von Tragödie zu sprechen) aufgeführt wird und für die Akteure alles andere als harmlose Folgen hat.
Der Mensch hat die Neigung, die "geborene Realität" über das Bewusstsein hinauszutragen und ihr Eigenschaften der Selbstständigkeit zu verleihen; er schafft um sich herum etwas und gerät in Abhängigkeit von seinen eigenen Produkten. Das Geschöpf löst sich vom Schöpfer und behauptet seine Herrschaft über ihn. Dieser Prozess wird Entfremdung genannt. Die Menschen werden zu Werkzeugen ihrer eigenen Werkzeuge. Die Metapher des Menschen und der Gesellschaft als "Maschinen, die Götter schaffen" hat eine tiefgründige Bedeutung. Sprache und Technik, Worte und Dinge, Geld und Macht, Institutionen und Traditionen – geschaffene menschliche "Götter"; und die "Götter" verlangen immer eine besondere Beziehung zu sich, sie wollen respektiert und verehrt werden.
Wie ist so etwas möglich und warum geschieht das so? Auf diese Frage versucht der Autor des Buches eine ausführliche, aber ganz und gar nicht erschöpfende Antwort zu geben.
Das Buch richtet sich an Studierende und Doktoranden, die sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Disziplinen studieren, an Philosophen, Soziologen, Fachleute in verwandten Wissensgebieten sowie an eine breitere Leserschaft, die sich mit Problemen der Philosophie und der Wissenschaften über den Menschen interessiert.
Das Buch richtet sich an Studierende und Doktoranden, die sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Disziplinen studieren, an Philosophen, Soziologen, Fachleute in verwandten Wissensgebieten sowie an eine breitere Leserschaft, die sich mit Problemen der Philosophie und der Wissenschaften über den Menschen interessiert.