‘Ich suchte nach einem ruhigen Ort, um zu sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn, und so fuhr ich am nächsten Morgen von Westchester dorthin, um das Terrain auszukundschaften . . .‘
So beginnt Paul Austers bemerkenswerter neuer Roman, Die Brooklyn Follies. Vor dem Hintergrund der umstrittenen US-Wahlen von 2000 erzählt er die Geschichte von Nathan und Tom, einem Onkel-Neffe-Duo. Der eine in Remission von Lungenkrebs, geschieden und von seiner einzigen Tochter entfremdet, der andere, der sich vor seiner einst vielversprechenden akademischen Karriere und generell vor dem Leben versteckt.
Nachdem sie zufällig im selben Brooklyn-Viertel gelandet sind, entdecken sie eine Gemeinschaft, die vor Leben und Leidenschaft wimmelt. Als Lucy, ein kleines Mädchen, das sich weigert zu sprechen, in ihr Leben tritt, gibt es plötzlich eine Brücke zu ihrer Vergangenheit, die ihnen die Möglichkeit der Erlösung bietet. Durchzogen von Charakter, Geheimnissen und Humor verwickeln sich diese Leben und werden miteinander verbunden, während Auster brillant das weitreichende Terrain des zeitgenössischen Amerikas erkundet – einen Schmelztiegel gebrochener Träume und menschlicher Torheit.