Der Wal, das größte Tier unseres Planeten, hat die Menschen seit jeher fasziniert. Da es selten ist, einen lebenden Wal zu sehen, brachten in alten Zeiten nur Seemänner Nachrichten über ihn ans Land. Nicht zuletzt dank dieser Erzählungen wurde der...
Wal zu einem halbmythologischen Wesen, und sein Bild wurde zum Gegenstand zahlreicher Fantasien und Spekulationen. Lange Zeit wurde der Wal als furchterregendes Tier angesehen, als biblisches Ungeheuer im Dienst der Mächte des Bösen. Die mittelalterlichen Bestiaries stellten den schrecklichen Bewohner der Tiefen als Diener des Teufels dar. Die Autoren der Neuzeit waren kaum nachsichtiger und betonten die Grausamkeit des Wals: Er wurde als Menschenfresser und als größter Feind des Seemanns betrachtet, wie Moby Dick, dieser wilde weiße Pottwal aus Melvilles Roman. Doch im Laufe der Zeit wandelte sich das Bild des Wals: Das Ungeheuer der Tiefen wurde zu einem berührenden, mitleidserregenden Wesen, das zu Unrecht Opfer von Gier und Gewalt geworden war. Heute ist der Wal der freundliche Held hunderter Kinderbücher, der friedlich durch die Ozeane schwimmt und manchmal auch durch die Himmel.
Diese Buch von Michel Pasturo widmet sich den schrecklichen Mythen über das Ungeheuer aus den Tiefen des Meeres, der Darstellung des Wals in der Literatur und seiner Repräsentation in der Kultur.
Übersetzung aus dem Französischen – Stanislaw Mukhametjanow. Wissenschaftlicher Redakteur und Autor des Vorworts – Michail Muizuls.
Der Wal, das größte Tier unseres Planeten, hat die Menschen seit jeher fasziniert. Da es selten ist, einen lebenden Wal zu sehen, brachten in alten Zeiten nur Seemänner Nachrichten über ihn ans Land. Nicht zuletzt dank dieser Erzählungen wurde der Wal zu einem halbmythologischen Wesen, und sein Bild wurde zum Gegenstand zahlreicher Fantasien und Spekulationen. Lange Zeit wurde der Wal als furchterregendes Tier angesehen, als biblisches Ungeheuer im Dienst der Mächte des Bösen. Die mittelalterlichen Bestiaries stellten den schrecklichen Bewohner der Tiefen als Diener des Teufels dar. Die Autoren der Neuzeit waren kaum nachsichtiger und betonten die Grausamkeit des Wals: Er wurde als Menschenfresser und als größter Feind des Seemanns betrachtet, wie Moby Dick, dieser wilde weiße Pottwal aus Melvilles Roman. Doch im Laufe der Zeit wandelte sich das Bild des Wals: Das Ungeheuer der Tiefen wurde zu einem berührenden, mitleidserregenden Wesen, das zu Unrecht Opfer von Gier und Gewalt geworden war. Heute ist der Wal der freundliche Held hunderter Kinderbücher, der friedlich durch die Ozeane schwimmt und manchmal auch durch die Himmel.
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